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«Link processes» und «Batch run»

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Neben den elementaren Werkzeugen (siehe Works level, Run level und Report level und Processes toolbox, Modellentwurf) stellt STOAT weitere Hilfsmittel zur Vereinfachung der praktischen Arbeit bereit. Dazu zählen u.a. «Link processes» und «Batch run».

«Link processes»

Viele Kläranlagen sind mehrstraßig ausgelegt. Wenn bei einem neuen Rechnerlauf die Einstellungen – beispielsweise von Belebungsbecken oder Nachklärbecken – für mehrere Straßen identisch sein sollen, müssten bei sich ändernder Kalibrierung vor jedem Start eines Rechnerlaufs die gewünschten Änderungen entsprechend oft einzeln eingetippt werden. Dabei können sich Eingabefehler einschleichen. Die Fehlerquellen bei Mehrfacheingaben und der damit verbundene unnötige Aufwand lassen sich mit «Link processes» vermeiden. Wie «Link processes» anzuwenden ist, wird nachfolgend am Beispiel des Modells für die Untersuchungen zur Aufnahme eines zusätzlichen hochbelasteten Abwasserteilstroms gezeigt.

Die simulierte Anlage hat eine zweistraßige Belebung (vgl. STOAT- Modell). STOAT bietet die Möglichkeit, die Belebungsbecken und/oder die Nachklärbecken zu verlinken. Über → «Tools» → «Link processes» wird das Werkzeug aufgerufen (vgl. Abb. 1).

Menü zum Aufruf von «Link processes» Abb. 1

Menü zum Aufruf von «Link processes»

Daraufhin öffnet sich ein Fenster, das auf der linken Seite die Prozesse anzeigt, die verlinkt werden können.

Abb. 2

Fenster nach Aufruf von «Link processes»
Fenster nach Aufruf von «Link processes»

Sobald einer der Prozesse angeklickt wird, scheinen dessen Linkoptionen auf der rechten Seite auf.

Linkoptionen für BB1 Abb. 3

Linkoptionen für BB1

Nachdem bei BB2 ein Häkchen gesetzt und mit «OK» quittiert wurde, sind BB1 und BB2 verlinkt. Von nun an genügt es, neue Einstellungen nur bei einem der beiden Prozesse einzutragen – sie werden automatisch auch für den anderen Prozess übernommen.

Anzeige Link für BB1 Anzeige Link für BB2
Abb. 4
Anzeige zweier gegenseitig verlinkter Prozesse

«Batch run»

Wie bereits unter Kalibrierung erwähnt, ist am Modell einer Kläranlage und seinen Inputs ständig zu “feilen”, bevor eine hinreichend gute Modellkalibrierung erreicht wird. Am schnellsten wird das Ziel erreicht, indem die maßgeblichen Einstellungen schrittweise verändert werden. Das wiederum erfordert eine entsprechend hohe Zahl an Rechnerläufen. Es bietet sich an, diese Rechnerläufe in die Nacht oder andere Zeiten zu verlegen, wo STOAT nicht mit anderen Anwendungen konkurriert. Dies wird mittels «Batch run» organisiert.

Um Rechnerläufe für «Batch run» auswählen zu können, müssen diese zunächst angelegt werden. Das geht wie folgt:
Über die Menükaskade → «File» → «New run» öffnet sich ein Fenster gemäß Abb. 5.

Einrichten eines neuen Rechnerlaufs, hier: «Repeat run» Abb. 5

Einrichten eines neuen Rechnerlaufs
hier: «Repeat run»

Es empfiehlt sich, kurze einprägsame Namen für die Rechnerläufe zu wählen. Im Beispiel wurde “6 a” gewählt, weil eine Modifikation des gespeicherten Rechnerlaufs 6 vorgesehen ist. Die maßgebliche Veränderung der Einstellungen ist zur Erläuterung im Namen nachgestellt. Ein Klick auf «OK» öffnet das Fenster in Abb. 6.

Abb. 6

Auswahl des Rechnerlaufs, der wiederholt werden soll (mit veränderten Einstellungen)
Auswahl des Rechnerlaufs, der wiederholt werden soll

Es steht nur ein Rechnerlauf zur Auswahl: Run 6 (alle anderen Rechnerläufe waren vorher gelöscht worden). Ein erneuter Klick auf «OK» öffnet das Fenster in Abb. 7.

Eckdaten des neu angelegten Rechnerlaufs Abb. 7

Eckdaten des neu angelegten Rechnerlaufs

Nachdem auch die Eckdaten des neu angelegten Rechnerlaufs mit «OK» bestätigt wurden, werden die vorgesehenen Einstellungsänderungen vorgenommen. Dann könnte der Rechnerlauf gestartet werden. Genau das wollen wir aber nicht, sondern wir wollen weitere Rechnerläufe konfigurieren und “auf Halde legen”. Deshalb wählen wir aus dem Menü erneut → «File» → «New run» wie in Abb. 8.

Abb. 8

Menü «File»,
«New run»
Menü «File», «New run»
Aufforderung zum Speichern der Rechnerlaufeinstellungen Abb. 9

Aufforderung zum Speichern der Rechnerlaufeinstellungen

Daraufhin fordert uns STOAT auf, die Änderungen an dem bisher bearbeiteten Rechnerlauf zu speichern.
Auf dem gleichen Weg werden weitere Rechnerläufe für «Batch run» vorbereitet.
Nachdem alle vorgesehenen Rechnerläufe fertig konfiguriert sind, wird «Batch run» über → «Tools» → «Batch» → «Edit» aufgerufen (siehe Abb. 10).

Abb. 10

Fenster nach Aufruf von «Link processes»
Fenster nach Aufruf von «Link processes»

Es öffnet sich ein Fenster wie in Abb. 11. In der linken Spalte sind die verfügbaren Modelle («Works») zu sehen, in der mittleren Spalte die jeweils zugehörigen Rechnerläufe. Mit den Pfeiltasten können die Rechnerläufe in die Stapelverarbeitung eingestellt oder auch wieder herausgenommen werden.

Konfiguration der Stapelverarbeitung («Batch run») Abb. 11

Konfiguration der Stapelverarbeitung («Batch run»)

Es besteht die Möglichkeit der Einstellung von Warmstarts. Damit kann STOAT veranlaßt werden, mit dem aktuellen Rechnerlauf einen bereits im Zuge der Stapelverarbeitung absolvierten Rechnerlauf fortzusetzen. Die hierbei verfügbaren Einstellungen zeigt Abb. 12.

Abb. 12

Konfiguration der Stapelverarbeitung («Batch run»), Warmstart
Konfiguration der Stapelverarbeitung («Batch run»), Warmstart

Im Beispiel von Abb. 12 stehen für den Rechnerlauf “6 g...” die Rechnerläufe “6 a”, “6 b”, “6 c”, “6 d”, “6 e” und “6 f” als Auswahlmöglichkeit für einen Warmstart zur Verfügung.

Mit der Menüfolge → «Tools» → «Batch» → «Run» (vgl. Abb. 10) wird «Batch run» gestartet.

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